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Lust auf Entspannung und lesen…?

Dann sind Sie hier richtig!

Atmen Sie tief ein und aus und lassen Sie Ihre Seele baumeln.

 

Die Dinge sind nicht immer so wie sie scheinen

Es waren einmal zwei Engel, ein junger Engel und ein älterer Engel, die reisten durch die Lande. An einem Abend baten sie eine sehr wohlhabende Familie um eine Übernachtungsmöglichkeit. Doch die Familie war sehr unfreundlich. Anstatt die Engel im herrlich ausgestatteten Gästezimmer übernachten zu lassen, lachten sie schadenfreudig und boten den beiden Engeln an, in einer kleinen Ecke in den feuchten Gemäuern des Kellers zu übernachten.

Während die Engel dabei waren, es sich, so gut es ging, im feuchten Keller gemütlich zu machen, entdeckte der ältere Engel ein Loch in der Kellerwand und reparierte es sogleich.

Als der jüngere Engel dies sah, schaute er entsetzt und schüttelte den Kopf, während er den älteren Engel nach dem Grund für sein Handeln fragte. Der ältere Engel antwortete:

»Die Dinge sind nicht immer so wie sie scheinen!«

In der folgenden Nacht baten die beiden Engel bei einer sehr armen Bauersfamilie um eine Übernachtungsgelegenheit. Die Bauersfamilie war überaus gastfreundlich und teilte mit den Engeln sogar noch ihr spärliches Abendessen. Dann baten sie die Engel, sie mögen doch in ihrem Ehebett schlafen, um sich gut zu erholen, während die Bauersfamilie im Stall übernachtete.

Am nächsten Morgen erwachten die Engel durch das laute Weinen der Bauersfamilie. Als sie hinausgingen, sahen sie das Ehepaar weinend bei ihrer Kuh stehen. Die Kuh war in der Nacht gestorben und damit war die einzige Einnahmequelle der Bauersfamilie versiegt.

Als der jüngere Engel dies sah, schaute er wütend zum älteren Engel und fragte, warum er dies zugelassen habe.

»Die reiche Familie hatte alles und Du hast Ihnen noch geholfen, diese Familie hat nun gar nichts mehr, und Du hast es zugelassen, dass ihre letzte Kuh starb!«, sprach der junge Engel vorwurfsvoll.

»Die Dinge sind nicht immer so wie sie scheinen!«, sagte der ältere Engel.

»Als wir im feuchten Keller der reichen Familie waren, da sah ich das Loch und schaute hindurch. Ich sah, dass sich dahinter ein Fach mit sehr viel Gold befand. Da nun aber die Familie so gierig und unfreundlich war und von ihrem Wohlstand rein gar nichts geben wollten, verschloss ich das Loch, auf dass sie das Gold niemals finden könnten.

Als wir in der letzten Nacht im Ehebett der Bauern schliefen, da erschien der Engel des Todes, um die Ehefrau zu holen. Ich sagte ihm, er solle an ihrer Stelle die Kuh nehmen!

Die Dinge sind nicht immer so wie sie scheinen!«

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