Verflucht...
In Lubaantum in Britisch Honduras (heute Belize) fand man 1927 in einem mehr als tausend Jahre alten Maya-Tempel einen Totenschädel, der bald "Schädel des Todes" gennant wurde. Die Menschen, die ihn fanden und andere, die ihn untersuchten, starben. Andere, die ihn später in den Händen hielten, litten unter merkwürdige Halluzinationen, wurden gedanklich in die Zeit der Maya zurückversetzt.
Aber dieser sogenannte Fluch hinderte die Wissenschaft nicht daran, dieses Wunder der Technik immer und immer wieder zu untersuchen und fast wie ein Wunder zu betrachten. Der Schädel ist 13 Zentimeter hoch wiegt um die fünf Kilogramm. In dem kristallenen Kopf sind verborgene Prismen und handgeschliffene Linsen. Dadurch glänzt er in einem unwirklich blendenden Licht. Es scheint unmöglich, dass der Schädel ein Produkt der Maya-Kultur ist. Diese technischen Fertigkeiten besaßen die Maya nicht. Das Werk setzt eine fortgeschrittene Technik der Optik und unglaubliches Geschick in der Steinschneidekunst voraus.
Schätzungen ergaben, dass der Totenschädel, der etwa 1000 Jahre alt sein muss, in etwa sieben Millionen Arbeitsstunden geschaffen wurde. Jedenfalls nach dem Stand der heutigen Technik. Er kann auch keine moderne Schöpfung sein, da die bei der Herstellung verwendete Methode der Kristallbearbeitung wird seit Hunderten von Jahren nicht mehr angewandt. Der Wissenschaftler und Restaurator Frank Dorland, der sich intensiv mit dem Schädel beschäftigt, meint lakonisch: "Er muss aus einer anderen Welt stammen." Dorland sagt auch: "Der Schädel löst bestimmte Reflexe im Gehirn aus, so dass man sich einbildet, unbekannte Gerüche oder Geräusche wahrzunehmen." Wer den Totenkopf fertigte und zu welchem Zweck, weiß bis heute niemand.
Kaum ein Phänomen ist mit solcher Leidenschaft und Schärfe diskutiert worden wie der so genannte Fluch der Pharaonen. Hier standen sich Befürworter und Gegner gnadenlos gegenüber. Man tauschte Fakten, Beweise und Gegenbeweise aus. Doch die Argumentation der Befürworter der geheimnisvollen Flüche konnte bisher nicht widerlegt werden. nichts ist bewiesen, aber die Tatsachen sprechen für sich.
Lord Carnarvon (57), leidenschaftlicher Amateurarchäologe, waren als Ägyptologe die Geschichten über den Fluch des Pharaos wohl bekannt. Als er Anfang 1922 nach Ägypten aufbrach, um das Grab des Kindpharaos Tutenchamun zu suchen, hatten ihm viele wohlmeinende Fachleute abgeraten. Er störte sich nicht daran. Der Jagdeifer war zu groß.
Einer der berühmtesten Okkultisten seiner Zeit, Lord Hamon, schickte Carnarvon noch ein warnendes Telegramm hinter her: "Lord Carnarvon. Grab nicht betreten. Bei Ungehorsam Gefahr. Bei Nichtbeachtung Krankheit. Nie wieder Gesund. Tod ereilt Sie in Ägypten." Carnarvon war von dem Telegramm sehr betroffen. Er befragte noch zwei ägyptische Hellseher nach seinen Chancen. Beide sagten ihm den sicheren Tod voraus, wennn er das Grab fände und dort eindringe. Doch auch durch diese Warnung ließ er sich nicht von seinem Vorhaben abbringen. Er wollte sich seinen Traum erfüllen. Und er gab sich bewusst sorglos und sagte, er könne über diese sogenannte Flüche nur lachen.
Am 17. Februar 1923 stand der Lord tatsächlich in der Grabkammer Tutenchamuns. Carnarvon und sein amerikanischer Partner Howard Carter fanden unermessliche Schätze: Gold, Edelsteine und Perlen. Der Sarg, in dem die mumifizierte Leiche Tutenchamuns lag, war aus purem Gold. Nach Aussagen von Mitgliedern des Grabungsteams hing über dem sarg eine Tafel mit der Inschrift: "Tod wird über jene kommen, die den Schlaf des Pharaonen Stören." Diese Tafel ist später nie mehr aufgetaucht und sie wurde auch nicht fotografiert.
Zwei Monate nach dem Einbruch in das Pharaonengrab fühle sich Lord Carnarvon plötzlich sehr schlecht. Als sein Sohn im Kairoer Hotel Continental eintraf, war der Lord bereits bewusstlos. Er starb in der gleichen Nacht. Carnarvon Sohn erinnert sich, dass im Moment des Todes die "Lichter in ganz Kairo ausgingen - wir zündeten Kerzen an und beteten." In der Todesnacht begann der Hund des Lord im Haus in Hampshire in england plötzlich grundlos zu heulen. Dann legte er sich hin und starb.
Carnarvons Tod wurde auf einen Mückenstich zurückgeführt, der eine Lungenentzündung ausgelöst hatte. Seltsamerweise hatte die Mumie Tutenchamuns einen winzigen geplatzen Makel an der selben Stelle, wo bei Carnarvon der mückenstich war. Ein paar Tage später gab es im Hotel Continental ein weiteres Todesopfer. Der amerikanische archäologe Arthur Mace, eines der führenden Mitglieder des Teams, fiel plötzlich ins Koma und starb, bevor die Ärzte ihn behandeln konnten. Nun begann eine regelrechte Todesserie: Der Ägyptologe George Gold, ein Freund Carnarvons, kam sofort nach Kairo, als er vom Tod des Lords gehört hatte. Als Erstes besichtigte er das Pharaonengrab. Am nächsten Tag hatte er hohes Fieber. Zwölf Stunden später starb er.
Der Radiloge Archibald Reid, der den Leichnam Tutenchamuns geröntgt hatte, erkrankte und wurde sofort nach England zurückgebracht. Dort starb er nach ein paar Tagen. Carnarvons persönlicher Sekretär während der Expedition, Richard Bethell, wurde mit Herzversagen tot in seinem Bett aufgefunden.
Der britische Industrielle Joel Wood war der Erste, der zur Besichtigung des Graben eingeladen worden war. Auch er starb an einem geheimnisvollen Fieber. Nach sieben Jahren waren nur noch zwei Mitglieder des ursprünglichen Ausgrabungsteams am Leben. 22 menschen, die mit der Expedition zu tun hatten, waren gestorben. Darunter auch Lady Carnarvon und der Halbbruder des Lords. Er beging Selbstmord.
1969 gab der einzige noch überlebende der Expedition, der damals 70 jährige Richard adamson, im britischen Fernsehen ein Interview, "um den Mythos des Fluchs über den Haufen zu werfen". Adamson hatte als Sicherheitswächter für Lord Carnarvon bei der Expedition gearbeitet. Er erzählte den Zuschauern: "Ich habe nie auch nur einen Augenblick an den Fluch geglaubt." Auf der Heimfahrt vom Interview verunglückte sein Taxi und er wurde auf die Strasse geschleudert. Ein Lastwagen verfehlte ihn nur um Zentimeter.
Es war das dritte Mal, dass Adamson versucht hatte, den Fluch als Legende zu demaskieren. Als er zum ersten Mal in der Öffentlichkeit darüber sprach, starb seine Frau wenige Stunden danach. Beim zweiten Mal brach sich sein Sohn bei einem Flugzeugunglück das Rückrat.
Während seiner Genesung sagte Adamson im Krankenhaus: "Bisher habe ich mich immer geweigert zu glauben, die Schicksalsschläge in meiner Familie hätten etwas mit dem Fluch zu tun. Doch nun bin ich mir nicht mehr so sicher."
Im Jahr 1972 ehielt die Geschichte des Fluches neue Nahrung. Die goldene Totenmaske Tutenchamuns wurde von Kairo nach London geschickt, wo sie im Britischen Museum in einer Ausstellung gezeigt werden sollte. Den Versand beaufsichtigte Dr. Gamal Mehrez, Direktor der Altertümer in Kairo. Dr. Mehrez glaubte nicht an einem Fluch. Die Todesfälle waren in seinen Augen purer Zufall. Er beobachtete, wie die Totenmaske auf einen Lkw verladen wurde und ging dann nach Hause. Am Gleichem Abend starb er.
Zum Transpotrt der Maske stand ein Flugzeugdes Transportkommandos der britischen Luftwaffe bereit. Innerhalb der nächsten fünfJahre nach dem Flug wurden sechs Mitglieder der Besatzung vom Tod oder anderen Schicksalsschlägen heimgesucht.
Der Flugoffizier RickLaurie, Chefpilot, und der Flugingenieur Ken Parkinson starben an Herzinfarkten. Laurie war 46, Parkinson 40 Jahre alt. Chefmechaniker Ian Landsdowne brach mit einer Leiter zusammen und wurde dabei so schwer am Bein verletzt, dass er sein Leben lang behindert blieb. Während des Fluges hatte er aus Scherz gegen die Kiste mit der Maske getreten.
Der Navigator Jim webb verlor seinen ganzen Besitz, als sein Haus abbrante. Eine Sergeantin musste die Luftwaffe wegen einer schweren Operation verlassen. Sergeant Brian Rounsfall erlitt zwei Herzattacken, die er überlebte.
Übrigens: Im Jahr 1912 überquerte ein Dampfschiff den Atlantik mit einer wertvollen Fracht, der ägyptischen Mumie einer Prophetin aus der Zeit Tutenchamuns. Die Mumie wurde wegen ihres Wertes nicht im Ladedeck verstaut, sondern in einer Kabine hinter der Brücke. Das Schiff war die "Titanik" und ging mit 1513 menschen unter. Ein Schmuckstück, das die Mumie trug, hatte die Inschrift: "Erwache aus dem Traum, der deinen Schlaf hütet, und du wirst über alles triumphieren, was wider dich ist."
Quelle: Phänomene der Erde. Unerklärliches zwischen Himmel und Erde.